Radrundweg der Strände

Ein kleines Paradies zwischen Meer, Pinienhain und Lagune

Von Caorle bis Eraclea durch das durch Landgewinnung entstandene Gebiet, die Mort-Lagune, um Walddüfte in Meeresnähe zu atmen.

Nachdem man die Altstadt von Caorle hinter sich gelassen hat, verläuft die Strecke durch das durch Landgewinnung entstandene Gebiet, das auch heute noch nach den traditionellen Regeln der Halbpacht unterteilt ist und in dem vereinzelt große, teils umfunktionierte Bauerngehöfte in der ländlich geprägten Landschaft stehen, die dazu einlädt, den Blick ins Unendliche schweifen zu lassen.

Über die Dämme der Kanäle kommt man in die Ortschaft Eraclea, vor deren Toren man die Mort-Lagune besichtigen kann. Es ist eine Salzwasserlagune, die ausschließlich durch die Gezeiten mit Wasser gespeist wird und die nach einem starken Hochwasser des Flusses Piave 1936 geschaffen wurde, der durch die Veränderung seines Laufs eine Süßwasserpfütze hinterließ, die nach und nach salzig wurde. Es handelt sich um ein noch unberührtes ökologisch bedeutendes Gebiet, um ein empfindliches wertvolles Ökosystem, das durch Sandböden und niedriges Wasser gekennzeichnet ist, vielen einheimischen Vögeln Zuflucht bietet und die für die Lagunengebiete typische Vegetation besitzt.

Wieder auf dem Rad sitzend geht es weiter Richtung Meer. Dabei kommt man durch den außergewöhnlichen Pinienhain, in dem 3.500 sonnenschirmartig geöffnete Pinien nicht nur für schattige Plätze, die zu einer regenerierenden Pause einladen, sorgen, sondern auch angenehme und unerwartete Emotionen bescheren, die durch einen kräftigen Harzduft und eine unwirkliche Stille bestimmt sind. Wenn man die Augen schließt, kann man sich sogar auf einem Wanderweg in den Bergen wähnen. Die Entstehung des Pinienhains geht auf die erste große Landgewinnung von Livenzuola und den Eigentümer des Gebietes Marco Aurelio Pasti zurück, der im Pinienhain von Ravenna die Piniensamen des Pinus Italicus aufsammelte und sie entlang der Küste aussäte und so die Aufforstung auf den Weg brachte, die den wunderschönen Pinienhain von heute hervorgebracht hat.
Zurück geht es, unabhängig davon, ob man an der Piave-Mündung oder am wundervollen Pinienhain losfährt, auf einer langen geraden Strecke direkt nach Caorle. Die Strecke verläuft bis Duna Verde, Gartenstadt und Ortsteil von Caorle, auf einem Radweg. Im Anschluss geht es am Golfplatz vorbei und dann erreicht man Porto Santa Margherita, einen echten Schifffahrtsort. Nach Überquerung der Saetta-Brücke ist man am Ziel.

 

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